von MHM

Rundbrief 03/2015

Ein langer Sommer liegt hinter uns!
Gemeinsam mit den Kindern war ich diesen Sommer in Deutschland. Ein wenig Urlaub – doch vor allem viele Besuche und Gespräche. Fanilo und Fifaliana waren immer dabei. Von Berlin bis Basel, insgesamt 6000 km waren wir unterwegs. Ich bin sehr dankbar, wir haben neue Freunde gewonnen, wir konnten unsere Arbeit in verschiedenen Gruppen und Kreisen vorstellen und hoffen nun, dass sie uns in Zukunft darin unterstützen. Auch wenn es anstrengend war, es war schön, viele bekannte Gesichter wieder zu sehen. Hier ein kurzer Zeitungsbericht von unserem Sommerfest in Pflaumheim:
Die Mobile Hilfe Madagaskar e.V. feierte am 18. Juli 2015 bei afrikanischem Wetter im Landgasthof Hock in Pflaumheim ihr diesjähriges Sommerfest und 5-jähriges Bestehen. Sowohl Mitglieder und Freunde des Vereins, als auch die Leute aus Pflaumheim und Umgebung, aber auch weit angereiste Gäste konnten sich bei diesem tollen Fest von den Kochkünsten von Alexander Hock überzeugen, der an diesem Tag seine Gerichte mit madagassischen Gewürzen verfeinerte. Zum Kaffee hatten viele fleißige Helfer eine Vielzahl verschiedener Kuchen gebacken.

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Rundbrief 02/2015

Unser Leben auf Madagaskar ist niemals langweilig. Ein Notfall, eine Geburt, ein Familiendrama, kaputte Autos und andere Abenteuer gehören zum Alltag. Den typischen Tag gibt es für mich und mein Team quasi niemals. Wir haben zwar einen Dienst-& Einsatzplan aber dennoch sind wir mehrmals wöchentlich gefordert, spontan zu sein, Lösungen zu finden und das Unmögliche möglich zu machen.
So auch an einem Tag im Juni, als der Anruf aus dem Dorf Beroroa kam. Als Distrikthauptstadt verfügt Beroroa über ein Krankenhaus - das im Vergleich zu unserem Einsatz im Oktober 2014 nun schon 5 Betten hat. Damals lagen noch alle Patienten auf Strohmatten am Boden. Die 15 jährige Lalao hatte schon viele Tage Wehen und es war nun endlich klar, dass sie auf normalem Wege nicht entbinden konnte.

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Rundbrief 01/2015

Unser Jahr 2015 als MHM hier in Madagaskar hat sehr bewegt angefangen. Furchtbare Überschwemmungen haben unseren Alltag auf den Kopf gestellt: Straßen, die so kaputt sind, dass jede Fahrt in die Stadt doppelt so lange dauert wie bisher, weil oft nur noch eine Fahrbahnseite befahrbar ist und somit enorme Staus entstehen; oft kaputte Autos für uns, weil unsere Strecke vom letzten Dorf mit guter Straße bis zu uns eher einem Acker glich als den Namen Straße zu verdienen: mehr kranke Obdachlose in unseren Programmen, weil sie keine Möglichkeit haben, trockene Kleidung zu haben; und schlussendlich viele Sondereinsätze für die Menschen, die von den steigenden Wasserspiegeln aus ihren Hütten und Unterkünften vertrieben wurden. Es waren ca. 40.000 Menschen, die in Sammellagern untergekommen sind. Gemeinsam mit anderen Organisationen haben wir 5 Sammellager betreut. Während wir uns um die medizinischen Anliegen kümmern waren andere damit beschäftigt, Toiletten zu bauen, sauberes Wasser zu besorgen, mit Kindern zu spielen und ein wenig Normalität zu schaffen. Bewegende, berührende Momente. Viele Extrastunden für uns als Team. Spenden sammeln, Medikamente nachbestellen, zusätzliches Personal finden um nur ein paar Sachen zu nennen.

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